Konzentriert lernen. Leichter durchstarten.
Schon kleine Veränderungen am Lernplatz können einen großen Unterschied machen.
Lernen ohne Ablenkung: So schaffen Sie eine gute Lernumgebung
Das Handy liegt neben dem Heft, im Hintergrund läuft der Fernseher und eigentlich müsste auch noch schnell eine Nachricht beantwortet werden. Kein Wunder, wenn es Ihrem Kind schwerfällt, sich auf die Hausaufgaben zu konzentrieren.
Eine gute Lernumgebung kann dabei helfen, Ablenkungen zu reduzieren und Ihrem Kind den Einstieg ins Lernen zu erleichtern. Dafür braucht es nicht unbedingt einen perfekt eingerichteten Schreibtisch. Oft sind es schon kleine Veränderungen, die einen Unterschied machen.
Wir zeigen Ihnen 7 einfache Tipps für einen konzentrierten Lernplatz, die sich im Alltag leicht umsetzen lassen.
1. Einen festen Lernplatz schaffen
Ein möglichst fester Lernplatz kann Ihrem Kind dabei helfen, eine Lernroutine zu entwickeln.
Das kann sein:
- ein Schreibtisch im Kinderzimmer
- ein ruhiger Platz im Wohnzimmer
- ein eigener Arbeitsplatz für die Hausaufgaben
Wichtig ist vor allem, dass Ihr Kind dort ausreichend Platz zum Arbeiten hat und die wichtigsten Materialien schnell griffbereit sind.
Ein fester Lernplatz kann außerdem dabei helfen, Lernen und Freizeit räumlich voneinander zu unterscheiden.
2. Das Smartphone außer Reichweite legen
Für viele Kinder und Jugendliche ist das Smartphone eine der größten Ablenkungen beim Lernen. Eine Nachricht, eine neue Benachrichtigung oder nur der Gedanke daran, ob jemand geschrieben hat, kann die Aufmerksamkeit vom Lernstoff weglenken.
Deshalb kann es sinnvoll sein, das Smartphone während einer Lernphase:
- auf lautlos zu stellen
- in einen anderen Raum zu legen
- in eine Schublade zu legen
- oder gemeinsam eine feste Smartphone-Regel zu vereinbaren
Wichtig: Die Regel sollte zum Alter Ihres Kindes passen und gemeinsam besprochen werden.
3. Nur das benötigte Material auf den Tisch legen
Ein voller Schreibtisch kann schnell unübersichtlich werden. Lassen Sie Ihr Kind deshalb vor dem Lernen nur das bereitlegen, was es für die aktuelle Aufgabe benötigt.
Zum Beispiel: Mathe - Heft, Buch, Stifte, Taschenrechner
Alles andere kann zunächst zur Seite gelegt werden. So muss Ihr Kind weniger suchen und kann sich leichter auf die aktuelle Aufgabe konzentrieren.
4. Geräusche bewusst auswählen
Nicht jedes Kind braucht absolute Ruhe. Manche Kinder können gut lernen, während im Hintergrund leise Musik läuft. Andere werden bereits durch kleinste Geräusche abgelenkt. Probieren Sie gemeinsam aus, was Ihrem Kind guttut.
Mögliche Varianten:
- absolute Ruhe
- leise Hintergrundmusik
- gleichmäßige Hintergrundgeräusche
- Lernen mit Ohrstöpseln oder Kopfhörern
Wenn Musik verwendet wird, kann sich beispielsweise instrumentale Musik besser eignen als Lieder mit Text, wenn der Text selbst zur Ablenkung wird.
5. Für ausreichend Licht sorgen
Der Arbeitsplatz sollte gut beleuchtet sein. Idealerweise steht der Schreibtisch möglichst so, dass ausreichend Tageslicht vorhanden ist. Bei Dunkelheit oder in den Abendstunden kann eine zusätzliche Schreibtischlampe sinnvoll sein.
Dabei sollte das Licht angenehm sein und weder blenden noch direkt in die Augen scheinen.
6. Lernzeit und Pausen festlegen
„Du musst jetzt lernen“ kann für Kinder schnell nach einer endlosen Aufgabe klingen. Hilfreicher kann es sein, eine konkrete Lernphase zu vereinbaren.
Zum Beispiel: 30 Minuten lernen → kurze Pause → nächste Lernphase
Die genaue Dauer sollte dabei zum Alter und zur individuellen Konzentrationsfähigkeit passen. In der Pause darf Ihr Kind bewusst vom Schreibtisch weggehen, sich bewegen, etwas trinken oder kurz durchatmen. So wird Lernen nicht zu einer einzigen langen Phase ohne Unterbrechung.
7. Den Lernplatz gemeinsam gestalten
Eine gute Lernumgebung muss nicht steril oder langweilig sein.
Fragen Sie Ihr Kind: „Wo kannst du dich beim Lernen am besten konzentrieren?“
Vielleicht braucht es absolute Ruhe. Vielleicht hilft eine kleine Pflanze, ein persönlicher Stundenplan oder eine bestimmte Schreibtischlampe. Kinder sollten ihren Lernplatz möglichst mitgestalten dürfen. Denn eine Lernumgebung, in der sich Ihr Kind wohlfühlt, kann dazu beitragen, dass es sich leichter auf das Lernen einlässt.
Was tun, wenn sich Ihr Kind trotzdem nicht konzentrieren kann?
Nicht immer liegt es an der Lernumgebung. Wenn Ihr Kind trotz ruhigem Arbeitsplatz, ausgeschaltetem Smartphone und ausreichend Pausen regelmäßig Schwierigkeiten mit dem Lernen hat, können auch andere Faktoren eine Rolle spielen.
Dann kann es sinnvoll sein, genauer hinzuschauen. Eine individuelle Lernbegleitung kann dabei helfen, Lernschwierigkeiten zu erkennen, Wissenslücken gezielt zu schließen und gemeinsam passende Lernstrategien zu entwickeln.
Zum Beispiel:
- Müdigkeit
- Stress
- fehlende Motivation
- Überforderung
- Wissenslücken
- Schwierigkeiten mit bestimmten Lerninhalten
- Prüfungsangst
Studiaflex verbindet mit dem Relax Learning Konzept fachliche Förderung mit ergänzenden Angeboten rund um Entspannung und gesunde Lerngewohnheiten.
Sie möchten wissen, welche Unterstützung für Ihr Kind sinnvoll sein könnte?
Dann kontaktieren Sie uns gerne.